Über mich - die Hundeuschi

Mein Weg zur Hundeuschi

Vom Rettungsdienst zum Rudelhof. Offenbar hatte ich irgendwann beschlossen, dass mein Leben noch nicht chaotisch genug ist.

Bevor ich beruflich zwischen Fell, Futternäpfen und vierbeinigen Spezialisten unterwegs war, habe ich viele Jahre im Rettungsdienst gearbeitet.

Dazu kommen meine Qualifikation als staatlich geprüfte Desinfektorin und meine Erfahrungen in der psychosozialen Notfallversorgung, der Notfallseelsorge, der Trauer- und Sterbebegleitung und als Dozentin.

Was das alles mit Hunden zu tun hat?

Mehr, als man zunächst glauben möchte.

Ich habe gelernt, Situationen einzuschätzen, auch dann ruhig zu bleiben, wenn um mich herum gerade alles eskaliert, und Probleme möglichst zu erkennen, bevor jemand den Notruf wählt.

Heute haben meine Patienten häufiger Fell, vier Beine und keinerlei Einsicht in die Notwendigkeit meiner Maßnahmen.

Man könnte sagen, ich habe mich beruflich kaum verändert. Nur die Verständigung ist gelegentlich schwieriger geworden.

Staatliche Desinfektorin – weil Hundekacke keine Dekoration ist

Ja, ich bin tatsächlich staatlich geprüfte Desinfektorin.

Ich weiß also nicht nur, wie man einen Hund beschäftigt, sondern auch, was Keime, Krankheitserreger, Infektionsschutz und vernünftige Hygienemaßnahmen bedeuten.

Auf einem Rudelhof ist das durchaus von Vorteil.

Hier leben Hunde. Die bringen Dreck mit, verlieren Haare und haben gelegentlich ausgesprochen kreative Vorstellungen davon, was man fressen, anschleppen oder auf dem Boden verteilen könnte.

Ein Rudelhof ist kein Operationssaal. Aber die Tatsache, dass hier Hunde wohnen, ist auch kein Freibrief für hygienische Zustände wie nach drei Tagen Rockfestival auf dem Dixiklo.

Hygiene ist bei uns kein hübsches Wort für die Homepage, sondern Bestandteil des täglichen Betriebs.

Und ja, ich kann durchaus unterscheiden, wann ein bisschen Dreck völlig normal ist und wann aus einem vermeintlich harmlosen Problem eine echte Gesundheitsgefahr werden kann.

§ 11 Tierschutzgesetz – weil ein Gartenzaun noch keine Hundepension macht

Der Rudelhof wurde vom zuständigen Veterinäramt abgenommen. Für unseren Betrieb gelten die behördlichen Anforderungen nach § 11 des Tierschutzgesetzes.

Denn professionelle Hundebetreuung bedeutet mehr, als ein paar Hunde auf eine Wiese zu stellen und darauf zu hoffen, dass sich schon keiner gegenseitig auffrisst.

Dazu gehören Fachkenntnisse, geeignete Haltungsbedingungen, Hygiene, Sicherheit und die Fähigkeit, Hunde und ihr Verhalten vernünftig einzuschätzen.

Die Liebe zu Hunden ist eine wunderbare Voraussetzung. Sie ersetzt allerdings weder Sachkunde noch ein funktionierendes Gehirn.

Und wer glaubt, dass Hundebetreuung bedeutet, morgens die Gartentür aufzumachen und abends nachzuzählen, ob noch alle da sind, sollte vielleicht lieber Zimmerpflanzen betreuen.

Wobei ich nach meinen bisherigen Erfahrungen selbst denen nicht uneingeschränkt vertrauen würde.

Und heute?

Heute verbinde ich meine beruflichen Erfahrungen mit meiner Arbeit als Hundetrainerin, Pflegestelle und Betreiberin des Rudelhofs.

Ich arbeite mit Hunden, die unkompliziert sind, mit Hunden, die besondere Bedürfnisse haben, und mit denen, deren bisherige Lebensgeschichte schon für drei Staffeln einer schlechten Fernsehserie reichen würde.

Ich verspreche keine Wunder und verkaufe keine Patentlösungen.

Ich schaue hin, denke mit und sage auch mal Dinge, die nicht jeder hören möchte.

Denn mein Job ist nicht, dir einzureden, dass dein Hund perfekt ist. Mein Job ist, euch dabei zu helfen, im echten Leben miteinander klarzukommen.

Und wenn ich dafür gelegentlich dem Zweibeiner erklären muss, dass sein Hund nicht das eigentliche Problem ist, dann gehört das eben auch dazu.

Herzlich willkommen bei der Hundeuschi. Fachwissen vorhanden. Humor ebenfalls. Diplomatische Zurückhaltung je nach Tagesform. 😈